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Ein unerwarteter Weg nach vorn

Ernährung veränderte alles

Als bei einem meiner Kinder früh eine schwere psychische Erkrankung diagnostiziert wurde, die viel Zeit und Präsenz erforderte, stellte ich meine beruflichen Pläne zurück, um mich auf meine Familie zu konzentrieren. Gleichzeitig kämpfte ich selbst mit chronischen gesundheitlichen Herausforderungen: PCO-Syndrom, Angstzuständen und Migräne, die meinen Alltag und mein Lebensgefühl stark prägten. Über Jahre lebte ich in einem Zustand, der sich wie permanenter Ausnahmezustand anfühlte, und führte einen inneren Kampf, um jeden Tag zu bewältigen – ständig auf der Suche nach Kraft, Hilfe und Antworten, damit mein Kind sicher ins Erwachsenenalter gelangen konnte, möglichst stabil und unversehrt.

Obwohl wir einige der besten verfügbaren Ärztinnen und Ärzte aufsuchten, brachten konventionelle Behandlungen nur begrenzte Erleichterung. Erst durch eine beiläufige Bemerkung eines Arztes kam ich mit der Idee in Berührung, dass Ernährung eine ähnlich große Wirkung haben kann wie Medikamente. Wir begannen, unsere Ernährung grundlegend zu verändern und Lebensmittel gezielt als therapeutisches Werkzeug einzusetzen – abgestimmt auf unsere individuellen Bedürfnisse.

Diese Reise bewusster Ernährungs- und Lebensstilveränderungen führte uns von einem reinen Überlebensmodus zu einem Maß an Gesundheit und Funktionsfähigkeit, das ich mir zuvor kaum vorstellen konnte. Die psychische Gesundheit meines Kindes stabilisierte sich so weit, dass ein selbstständiges, normales Leben möglich wurde. Meine Kopfschmerzen verschwanden, andere Symptome besserten sich, und ich hatte endlich wieder die Energie, mich selbst und die Welt um mich herum neu wahrzunehmen und aktiv zu gestalten.

Diese Erfahrungen haben meinen weiteren Weg nachhaltig geprägt.

Ich habe dabei auch einiges gelernt.

Auf individueller Ebene

Veränderung kann überwältigend und isolierend wirken, wenn Orientierung, Einordnung und Begleitung fehlen. Für die meisten Menschen braucht es neben Wissen auch praktische Strategien und Unterstützung, damit neue Gewohnheiten langfristig tragfähig werden.

Auf gesellschaftlicher Ebene

Ernährungs- und Lebensstilveränderungen sind keine bloßen Ergänzungen der Gesundheitsversorgung, sondern deren Grundlage. Ob Menschen nachhaltige Veränderungen umsetzen können, hängt in hohem Maß von den Strukturen ab, die sie umgeben. Gesundheitssysteme, Bildungszugang, kulturelle Prägungen, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und gemeinschaftliche Unterstützung können Veränderung erleichtern – oder erhebliche Hürden schaffen.

Von persönlicher Erfahrung zur professionellen Arbeit

Aufbauend auf jahrelanger informeller Erfahrung im Bereich Verhaltensänderung absolvierte ich eine formale Ausbildung als ISSA Nutritionist sowie als Coach für ketogene Ernährung und ergänzte diese durch weiterführende, klinisch orientierte Fortbildungen zu Ernährungstherapien bei chronischen Erkrankungen und Störungen. Parallel dazu engagierte ich mich aktiv in verschiedenen Ernährungs- und Unterstützungsprogrammen sowie in professionellen Weiterbildungsformaten für Menschen mit unterschiedlichen gesundheitlichen Herausforderungen, um besser zu verstehen, was in verschiedenen Kontexten funktioniert – und was nicht.

 

Die Arbeit mit Einzelklientinnen und -klienten sowie die Zusammenarbeit mit anderen Fachpersonen boten mir die Möglichkeit, meine Kompetenzen praktisch anzuwenden und wirksame, alltagsnahe Unterstützung in strukturierte Programme zu übersetzen, die viele Menschen erreichen können, ohne an Tiefe oder Qualität zu verlieren.

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Mehr wagen

Ich freue mich darauf, durch meine Arbeit mit der Nuvia Association for Nutrition and Health etwas zurückzugeben – einer Schweizer Non-Profit-Organisation, die Wissen, Erfahrung und wissenschaftliche Sorgfalt im Bereich Ernährung und Lebensstil in wirkungsvolle Strukturen für Menschen übersetzt.

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